Verkürzte Berufsausbildung

Studierende, die einen Ausbildungsvertrag – ganz gleich in welchem Ausbildungsberuf – abschließen, können ihre Berufsausbildung deutlich verkürzen, wenn sie:

  • über die (Fach-)Hochschulreife verfügen und
  • mindestens 30 ECTS-Credits aus dem ausbildungsaffinen Studium nachweisen können.

Die dreijährige Berufsausbildung verkürzt sich damit auf 18 Monate (Beispiel: Beginn August, Abschluss im Januar des übernächsten Jahres), die dreieinhalbjährige Berufsausbildung auf 24 Monate (Beispiel: Beginn August, Abschluss im Juni des übernächsten Jahres). Die Finanzierung eines Ausbildungsverhältnisses erfolgt im Regelfall durch die Zahlung einer Ausbildungsvergütung durch den Ausbildungsbetrieb. Zusätzlich kann im Bedarfsfall Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) bei der örtlichen Agentur für Arbeit beantragt werden.

Voraussetzung für eine derartige Verkürzung ist die Zustimmung des Ausbildungsunternehmens bei Abschluss eines Ausbildungsvertrages (Hier ist zu beachten, dass im Regelfall der Besuch einer Berufsschule parallel zur Ausbildung erforderlich ist. Dort kann ggf. nur eine Fachklasse mit zweijähriger Beschulung zur Verfügung stehen)